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Blattfisch - lat. Monocirrhus polyacanthus

Blattfisch - lat. Monocirrhus polyacanthus

Geschätze Lesezeit: 5 Minuten
Nancy
24.09.2026


✔ Becken ab100cm
✔ Carnivore
✔ Paarweise/Gruppe

✔ Größe ~9cm
✔ Südamerika
✔ Alter bis 7 Jahre


Der Monocirrhus polyacanthus lobe in der Natur


Wasserwerte in der Heimat der Monocirrhus polyacanthus

pH -Wert

 

Leitwert

 

 Gesamthärte

 

 Karbonathärte

 

 Temperatur

 

 Nitrat

 

Die natürliche Lebensweise der Monocirrhus polyacanthus



Ernährung des Monocirrhus polyacanthus in der Natur


Geschlechterunterscheidung und Brutverhalten

Die Geschlechter sind äußerlich nur schwer zu unterscheiden. Ausgewachsene Weibchen werden häufig etwas größer und können kräftiger wirken. Ein verlässliches äußeres Unterscheidungsmerkmal ist jedoch nicht bekannt. Während der Fortpflanzung lässt sich das Männchen am Brutpflegeverhalten erkennen. Es bewacht das Gelege und fächelt den Eiern mit den Flossen sauerstoffreiches Wasser zu.


Der Blattfisch im Aquarium

Der südamerikanische Blattfisch (Monocirrhus polyacanthus) ist ein außergewöhnlicher Lauerjäger aus der Familie der Vielstachler. Sein seitlich abgeflachter Körper, die blattähnliche Gestalt und die bewegliche Bartel an der Unterkieferspitze lassen ihn wie ein treibendes Blatt erscheinen. Zusätzlich kann er seine Färbung an die Umgebung anpassen: Im freien Wasser wirkt er häufig bräunlich bis gelblich, zwischen Pflanzen kann seine Färbung grünlicher ausfallen.



Wasserwerttoleranzen im Aquarium

pH-Wert

6,0–7,0

Leitwert

niedrig bis mäßig; weiches Wasser wird bevorzugt

Gesamthärte

5–12 °dGH

Karbonathärte

niedrig; der pH-Wert sollte stabil bleiben

Temperatur

22–28 °C

Nitrat

möglichst niedrig; regelmäßige Teilwasserwechsel empfohlen

Haltung von Blattfischen im Aquarium

Mit einer Endgröße von bis zu 10 cm bleibt die Art vergleichsweise klein, stellt jedoch besondere Ansprüche an Einrichtung, Fütterung und Vergesellschaftung. Blattfische können paarweise oder in einer harmonierenden Gruppe ab etwa sechs Tieren gehalten werden. Für ein Paar sollte das Aquarium mindestens 100 Liter fassen und eine Kantenlänge von 100 cm nicht unterschreiten. Eine größere Gruppe benötigt entsprechend mehr Platz und eine besonders abwechslungsreiche Struktur.

Blattfische sind hoch spezialisierte Lauerjäger. Sie stehen häufig nahezu bewegungslos zwischen Pflanzen, Wurzeln oder Laub und nähern sich ihrer Beute langsam, bevor sie blitzschnell zuschnappen. Diese Lebensweise sollte bei der gesamten Aquarienplanung berücksichtigt werden. Hektische Mitbewohner, starke Strömung und ein helles, offen eingerichtetes Becken verursachen unnötigen Stress.

Die Filterung muss leistungsfähig sein, da die intensive Fütterung das Wasser belastet. Gleichzeitig sollte der Filter nur eine geringe bis mäßige Strömung erzeugen. Regelmäßige Teilwasserwechsel und das zeitnahe Entfernen nicht gefressener Futtertiere tragen dazu bei, die Wasserqualität dauerhaft stabil zu halten.

Ernährung des Blattfisches im Aquarium

Monocirrhus polyacanthus ernährt sich carnivor und nimmt überwiegend lebende Beute auf. Geeignet sind je nach Größe der Tiere unter anderem Mückenlarven, kleine Krebstiere und passend große Futterfische. Der Futterbedarf ist hoch: Blattfische können täglich eine Futtermenge aufnehmen, die ungefähr der Hälfte ihres eigenen Körpergewichts entspricht.

Eine abwechslungsreiche Fütterung ist für eine ausgewogene Versorgung besonders wichtig. Futtertiere sollten gesund, hochwertig und frei von erkennbaren Krankheiten sein. Dauerhaft einseitiges Futter ist zu vermeiden. Ob Frostfutter angenommen wird, hängt vom einzelnen Tier und seiner bisherigen Gewöhnung ab; aufgrund der ausgeprägten Reaktion auf bewegte Beute darf dies nicht vorausgesetzt werden.

Vergesellschaftung mit Blattfischen

Die Haltung in einem Artenbecken ist meist die sicherste Lösung. Eine Vergesellschaftung kommt nur in einem ausreichend großen, gut gegliederten Aquarium infrage. Mögliche Mitbewohner müssen deutlich größer als die Blattfische beziehungsweise sicher zu groß zum Verschlucken sein. Gleichzeitig dürfen sie weder aggressiv noch stark territorial oder hektisch sein.

Kleine Fische werden als Beute betrachtet. Auch Garnelen und andere kleine Wirbellose eignen sich nicht zur dauerhaften Vergesellschaftung, da sie mit hoher Wahrscheinlichkeit gefressen werden. Selbst bei größeren Beifischen muss darauf geachtet werden, dass die zurückhaltenden Blattfische ausreichend Futter erhalten.

Zucht des Blattfisches

Die Nachzucht von Monocirrhus polyacanthus ist im Aquarium bereits gelungen. Vor der Eiablage reinigt das Männchen sorgfältig die Unterseite eines Pflanzenblattes oder eine geeignete Steinfläche. Das Weibchen legt dort bis zu etwa 300 Eier ab. Anschliessend übernimmt das Männchen die Bewachung und Versorgung des Geleges bis zum Schlupf.

Sollen möglichst viele Jungfische aufgezogen werden, müssen sie rechtzeitig vor den Alttieren geschützt oder in ein separates Aufzuchtbecken überführt werden. In einem dicht strukturierten Elternbecken können einzelne Jungtiere zunächst überleben, langfristig besteht jedoch ein hohes Risiko, dass sie gefressen werden.

Die frisch geschlüpften Blattfische können mit Artemia-Nauplien angefüttert werden. Mit zunehmender Größe muss die Futtertiergröße schrittweise angepasst werden. Auch die Jungfische benötigen bewegte Beute sowie eine sehr gute Wasserhygiene.

Bleibt die Fortpflanzung aus, sollten insbesondere der pH-Wert und die Wasserhärte kontrolliert werden. Weiches, leicht saures Wasser sowie Ruhe und eine passende Konditionierung der Elterntiere fördern die Paarungsbereitschaft.

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