Similis Panzerwels - lat. Hoplisoma simile (alt: Corydoras Similis)
✔ Becken ab 80cm |
✔ Omnivore |
✔ Gruppe ab 5 Tieren |
✔ Größe ~6cm |
✔ Südamerika |
✔ Alter bis 10 Jahre |
Der Hoplisoma simile (alt: Corydoras Similis) in der Natur
Der Similis Panzerwels oder auch Hoplisoma simile (alt: Corydoras Similis), stammt aus dem weiten Südamerika. Hier ist ihr Herkunftshabitat der Rio Jamari in Brasilien. Bisher gibt es keine weiteren belegten Fundorte für diese Art.
Die Art wurde lange als Corydoras similis geführt und ist unter diesem Namen im Handel weiterhin bekannt. Nach der neueren Revision der Panzerwelse lautet die aktuelle wissenschaftliche Bezeichnung Hoplisoma simile. Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Brasilien im Einzugsgebiet des Rio Madeira, insbesondere im Bereich des Rio Jamari nahe Ariquemes.
Wasserwerte in der Heimat der Hoplisoma simile (alt: Corydoras Similis)
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pH -Wert |
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Leitwert |
µS |
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Gesamthärte |
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Karbonathärte |
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Temperatur |
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Nitrat |
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Die natürliche Lebensweise der Hoplisoma simile (alt: Corydoras Similis)
Ernährung
Geschlechterunterscheidung und Brutverhalten
Um die Geschlechter der Hoplisoma simile (alt: Corydoras Similis) zu bestimmen, sollte man von oben auf die Tiere schauen. Hier sind die Geschlechtsmerkmale meist deutlicher zu erkennen, als von der Seite. Die Weibchen wirken deutlich fülliger und sind etwas größer durch den Laichansatz. Zudem konnte man beobachten das die Bauchflossen rund zulaufen und sie sind unterhalb der Rückenflosse am breitesten. Die Bauchflossen bei den Männchen sind spitz auslaufend und sie sind am breitesten auf Höhe der Brustflossen.
Der Similis Panzerwels im Aquarium
Der Similis-Panzerwels ist ein friedlicher südamerikanischer Panzerwels mit einer außergewöhnlichen Zeichnung. Kopf und Vorderkörper tragen zahlreiche feine dunkle Punkte, während sich am hinteren Körper ein großer, weich auslaufender dunkler Fleck befindet. Anders als bei vielen Panzerwelsen ist diese Zeichnung nicht scharf abgegrenzt.
Bei der Einrichtung des Aquariums solltet ihr besonders bei bodenlebenden Tieren auf den passenden Bodengrund achten. Der similis Panzerwels hat nicht allzu viele Ansprüche an die Einrichtung, jedoch sollte der Bodengrund sandig und fein sein. Eine Körnung von 0,1-0,8mm hat sich hier am besten bewährt. Die Tiere benötigen den Bodengrund zum einen für das Reinigen ihrer Kiemen, durch das Spülen des Kieses durch die Kiemen werden unerwünschte Parasiten und Erreger abgestoßen, und zum anderen durch ihre gründelnde Lebensweise.
Da sie ihre Nahrung im Bodengrund suchen, stecken sie ihre Nasen tief in den Sand in der Natur. Wenn euer Bodengrund jedoch zu grob oder scharfkantig ist, können sich die Tiere verletzen.
Dafür könnt ihr bei der Strukturierung mit Steinen und Wurzeln oder anderen Dekoelementen euren Vorstellungen freien Lauf lassen. Schafft damit verschiedene natürliche Unterstände, damit die Tiere sich auch mal in ein schattiges Plätzchen zurück ziehen können.
Wasserpflanzen runden die Gestaltung des Aquarium dann ab, auch hier hast du nahezu freie Hand und kannst Wasserpflanzen auswählen, die dir gefallen. So können es feinblättrige oder großblättrige sein, wie sumpffreund oder Schwertpflanzen. Auch Anubias sind für das bepflanzen der Dekoelemente gut geeignet.
Wasserwerttoleranzen im Aquarium
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pH -Wert |
5.5- 7 |
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Leitwert |
~50 - 750 µS |
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Gesamthärte |
2 - 20 |
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Karbonathärte |
1 - 8 |
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Temperatur |
22 - 27° |
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Nitrat |
< 25mg / Liter |
Haltung von Similis Panzerwelsen im Aquarium
Similis Panzerwelse werden mit rund 6cm nicht sehr groß und ihr könnt diese tollen Tiere bereits als Gruppe in einem Aquarium ab 80cm Kantenlänge halten.
Hoplisoma simile ist ein sozialer Gruppenfisch und darf nicht einzeln gehalten werden. Eine Gruppe sollte mindestens sechs Tiere umfassen. In einer Gruppe von acht bis zehn oder mehr Artgenossen zeigen die Panzerwelse meist mehr Sicherheit, Aktivität und natürliches Sozialverhalten. Für größere Gruppen muss entsprechend mehr Bodenfläche eingeplant werden.
Dort könnt ihr 5-8 Tiere als Gruppe einsetzen, unter einer Anzahl von 5 Tieren solltet ihr die geselligen Panzerwelse nicht halten. Also bitte kommt nicht auf die Idee " wenn ich nur 4 nehme, passen sie in ein 60cm Aquarium".
Wenn ihr noch weitere Arten die überwiegend den Bodengrund besiedeln, halten möchtet, dann solltet ihr besser zu einem Aquarium mit 100cm Kantenlänge greifen. So bietet ihr jeder Art ausreichend Platz und vermeidet Stresssituationen.
Der similis Panzerwels kann ein Alter von 9-10 Jahren erreichen wenn ihr sie gut pflegt.
Die Tiere sind weder aggressiv noch ausgeprägt territorial. Sie ruhen gemeinsam, suchen in lockeren Gruppen nach Nahrung und schwimmen zeitweise lebhaft durch das Aquarium. Ein gelegentliches schnelles Aufsteigen zur Wasseroberfläche ist bei Panzerwelsen normal und dient der zusätzlichen Darmatmung. Dauerhaft hektisches Luftholen kann dagegen auf Sauerstoffmangel oder schlechte Wasserqualität hinweisen.
Ernährung der Similis Panzerwelse im Aquarium
Der similis Panzerwels ist ein Allesfresser und damit ein omnivorer Wels. Auch wenn der Similis Panzerwels zu den Allesfressern gehört, so ist er durchaus recht wählerisch und nimmt nicht sofort jedes Futter an.
Ihr könnt ihm aber verschiedene Trockenfuttersorten anbieten, je hochwertiger desto einfacher werden sie es annehmen. Ihr solltet darauf achten das euer Trockenfutter ein sinkendes Futter ist also häufig Tabletten, Sticks oder Granulat. Panzerwelse nehmen das Futter am Bodengrund auf, weshalb Flockenfutter ungeeignet ist. Für die kleinen und wählerisch similis Panzerwelse könnt ihr zum Beispiel die Fluval Bug Bits für Bodenfische nutzen, diese bieten einen hochwertigen natürlichen Anteil an Insektenlarven.
Wer seine Welse etwas verwöhnen möchte, kann neben verschiedenen Trockenfuttersorten auch Lebendfutter oder Frostfutter anbieten. So bleibt euer Futterplan abwechslungsreich und die Tiere vor allem gesund. Geeignet sind hier Glanzwürmer, Tubifex, Enchytren oder Grindalwürmer. Als Frostfutter könnt ihr Tubifex oder Artemia anbieten.
Vergesellschaftung der Similis-Panzerwelse
Der friedliche Similis-Panzerwels lässt sich mit ruhigen Salmlern, kleineren Bärblingen, friedlichen Zwergbuntbarschen und anderen nicht aggressiven Fischen vergesellschaften, sofern Wasserwerte, Temperatur und Beckengröße zusammenpassen. Sehr große, hektische oder aggressive Bodenfische sind ungeeignet. Auch andere Panzerwelsarten sollten nur eingesetzt werden, wenn für jede Art eine ausreichend große eigene Gruppe und genügend Bodenfläche vorhanden sind.
Eine Vergesellschaftung mit Zwerggarnelen ist grundsätzlich möglich. Erwachsene Garnelen werden normalerweise nicht gejagt. Sehr kleine Junggarnelen, Fischlarven und anderer mundgerechter Nachwuchs können jedoch zufällig gefressen werden. Dichte Moose, feine Pflanzen und Laub bieten Junggarnelen bessere Rückzugsmöglichkeiten.
Medikamentenhinweis: Panzerwelse reagieren auf manche Wirkstoffe und Dosierungen empfindlich. Kupferhaltige Präparate und andere Medikamente dürfen deshalb nur nach eindeutiger Diagnose, genauer Prüfung der Verträglichkeit und korrekter Dosierung eingesetzt werden. Das ist kein Grund, auf passende Mitbewohner zu verzichten; erkrankte Tiere sollten bei Bedarf in einem separaten Behandlungsbecken versorgt werden.
Zucht des Similis-Panzerwelses
Die Nachzucht von Hoplisoma simile ist möglich, erfordert aber sauberes Wasser, gut konditionierte Elterntiere und eine sorgfältige Aufzucht. Eine Gruppe mit mehreren Männchen und gut genährten Weibchen erhöht die Erfolgsaussichten. Hochwertiges Lebend- und Frostfutter unterstützt die Laichkondition.
Größere Teilwasserwechsel mit etwas kühlerem, weichem Wasser können einen jahreszeitlichen Regenimpuls nachbilden und die Laichbereitschaft fördern. Die Temperatur sollte dabei nicht abrupt oder unkontrolliert abgesenkt werden. Sobald die Balz beginnt, schwimmen die Tiere aktiver, verfolgen einander und zeigen die für Panzerwelse typische T-Stellung bei der Paarung.
Die klebrigen Eier werden einzeln oder in kleinen Gruppen an Scheiben, Pflanzenblättern, Filterteilen und anderen glatten Flächen befestigt. Da die Elterntiere Eier fressen können, werden die Gelege vorsichtig in ein separates, gut belüftetes Aufzuchtgefäß überführt oder die Zuchttiere nach dem Ablaichen aus dem Zuchtbecken entfernt. Ein luftbetriebener Schwammfilter schützt Eier und Jungfische vor dem Einsaugen.
Je nach Temperatur schlüpfen die Larven meist nach etwa drei bis fünf Tagen. Zunächst ernähren sie sich von ihrem Dottersack. Sobald sie frei schwimmen, benötigen sie sehr feines Futter wie Mikrowürmer, Rädertierchen oder frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien. Futterreste müssen regelmäßig entfernt und kleine, gut temperierte Wasserwechsel durchgeführt werden.
Die Jungfische reagieren empfindlich auf Nitrit, hohe organische Belastung und starke Schwankungen. Eine dünne Sandschicht oder ein sauber gehaltener Boden, häufige kleine Wasserwechsel und stabile Temperaturen erhöhen die Überlebensrate. Bei Artemia-Fütterung dürfen sich keine größeren Mengen ungeschlüpfter Eier oder Schalen im Aufzuchtbecken ansammeln.
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