Tigerkrebs - lat. Cherax peknyi
✔ Becken ab 100cm |
✔ Omnivore |
✔Einzeln |
✔ Größe ~12cm |
✔ Papua Neuguinea |
✔ Alter bis 6 Jahre |
Der Cherax peknyi in der Natur
Cherax peknyi wurde wissenschaftlich aus dem Einzugsgebiet des Fly River in der Western Province von Papua-Neuguinea beschrieben. Die häufig zu findende pauschale Herkunftsangabe „Australien und Indonesien“ trifft auf die gesamte Gattung Cherax zu, beschreibt aber nicht das bestätigte natürliche Verbreitungsgebiet dieser Art.
Wasserwerte in der Heimat des Cherax peknyi
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pH -Wert |
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Leitwert |
µS |
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Gesamthärte |
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Temperatur |
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Nitrat |
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Die natürliche Lebensweise der Cherax peknyi
Ernährung der Cherax peknyi in der Natur
Geschlechterunterscheidung und Brutverhalten
Die Geschlechter lassen sich an der Lage der Geschlechtsöffnungen unterscheiden. Beim Männchen liegen sie an der Basis des fünften Schreitbeinpaares, beim Weibchen an der Basis des dritten Schreitbeinpaares. Erwachsene Männchen besitzen häufig kräftigere Scheren, während geschlechtsreife Weibchen einen breiteren Hinterleib entwickeln können.
Der Tigerkrebs im Aquarium
Der Tigerkrebs (Cherax peknyi) ist ein auffällig gezeichneter Süßwasserkrebs aus der Familie der Parastacidae. Typisch sind die dunklen Querzeichnungen auf dem Hinterleib, die an ein Zebra- oder Tigermuster erinnern. Grundfarbe und Scherenfärbung können individuell variieren.
Das Becken sollte mit Wurzeln, Steinen und stabilen Röhren stark gegliedert werden. Besonders wichtig sind Höhlen, in denen sich die Tiere vollständig zurückziehen können. Für jedes Tier sollten mehrere Verstecke verfügbar sein. Nach einer Häutung ist der neue Panzer zunächst weich; in dieser empfindlichen Phase benötigt der Krebs besonders sichere Rückzugsorte. Sand oder feiner, abgerundeter Kies eignet sich als Bodengrund. Eine dauerhafte Laubschicht bietet Deckung, Beschäftigung und eine natürliche Nahrungsquelle.
Geeignet sind beispielsweise getrocknetes Buchen-, Eichen-, Walnuss- oder Maulbeerlaub. Das Laub darf im Aquarium verbleiben und sollte ergänzt werden, bevor es vollständig aufgezehrt ist.
Robuste Aufsitzerpflanzen können auf Wurzeln oder Steinen befestigt werden. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass Pflanzen ausgegraben, beschädigt oder gefressen werden. Eine klassische, empfindliche Aquascape-Bepflanzung ist deshalb nur eingeschränkt geeignet. Stabile Dekorationen müssen gegen Untergraben und Umstürzen gesichert sein.
Wasserwerttoleranzen im Aquarium
pH-Wert | etwa 6,5–8,0 |
Leitwert | keine belastbare artspezifische Spanne veröffentlicht; stabile Werte sind wichtiger als ein bestimmter Einzelwert |
Gesamthärte | etwa 5–15 °dGH; ausreichend Mineralstoffe für die Panzerbildung sicherstellen |
Karbonathärte | ausreichend für einen stabilen pH-Wert; keine gesicherte artspezifische Spanne |
Temperatur | etwa 20–25 °C; dauerhaft sehr hohe Temperaturen vermeiden |
Nitrat | möglichst niedrig halten; regelmäßige Teilwasserwechsel |
Haltung des Tigerkrebses im Aquarium
Cherax peknyi erreicht ungefähr 10–12 cm Körperlänge, wobei die Scheren nicht mitgerechnet werden. Für ein einzelnes Tier empfiehlt sich ein gut strukturiertes Aquarium ab etwa 80 cm Kantenlänge. Für ein Paar sollte eine Grundfläche ab ungefähr 100 cm Kantenlänge gewählt werden. Entscheidend ist weniger die Beckenhöhe als eine große, abwechslungsreich gegliederte Bodenfläche.
Tigerkrebse können einzeln oder bei ausreichend Platz paarweise gehalten werden. Das Verhalten ist individuell verschieden und kann sich nach einer Häutung, während der Fortpflanzungszeit oder bei Platzmangel verändern. Auch vergleichsweise friedliche Tiere bleiben wehrhafte Flusskrebse. Für jedes Tier müssen mehrere räumlich getrennte Verstecke vorhanden sein.
Das Aquarium muss vollständig und ausbruchssicher abgedeckt sein. Flusskrebse klettern an Kabeln, Schläuchen, Wurzeln und Filterteilen empor. Selbst kleine Öffnungen an Technikdurchführungen müssen geschlossen werden. Filtereinläufe sind so zu sichern, dass die Tiere nicht hineingelangen können.
Ernährung von Cherax peknyi
Der Tigerkrebs ist omnivor. Pflanzliche Nahrung und abgestorbenes organisches Material bilden einen wichtigen Teil des Speiseplans. Laub sollte deshalb ständig verfügbar sein. Ergänzend eignen sich Gemüse, pflanzlich betontes Krebsfutter und spezielle Futtermittel mit Mineralstoffen. Tierische Nahrung darf regelmäßig, aber sparsam angeboten werden.
Geeignete tierische Bestandteile sind beispielsweise Frostfutter, kleine Krebstiere, Insektenlarven oder gelegentlich proteinreiche Futtertabletten. Eine dauerhaft sehr eiweißreiche Ernährung kann zu schnellem Wachstum und häufigen Häutungen beitragen und sollte vermieden werden. Futterreste müssen entfernt werden, bevor sie die Wasserqualität belasten.
Vergesellschaftung mit Tigerkrebsen
Eine Vergesellschaftung mit Fischen ist nicht vollständig risikofrei. Langsame, kranke, schlafende oder bodenlebende Fische können ergriffen und verletzt werden. Besonders ungeeignet sind Welse und andere Tiere, die dieselben Höhlen und Bodenreviere beanspruchen. Auch Schnecken, Garnelen und Fischbrut können als Nahrung enden.
In einem ausreichend großen, stark strukturierten Aquarium sind schnelle Fische der mittleren und oberen Wasserzone häufig die günstigeren Mitbewohner. Eine Garantie für dauerhaft friedliches Verhalten gibt es jedoch nicht. Während und nach der Häutung müssen die Krebse vor aufdringlichen Mitbewohnern geschützt sein.
Eine gemeinsame Haltung mit nordamerikanischen Flusskrebsen ist zu vermeiden. Diese können den Erreger der Krebspest übertragen, ohne selbst sichtbar zu erkranken. Für verschiedene Krebsbestände sollten deshalb keine Netze, Schläuche oder Einrichtungsgegenstände ohne gründliche Desinfektion gemeinsam verwendet werden.
Fortpflanzung des Tigerkrebses
Nach der Paarung trägt das Weibchen die befruchteten Eier unter dem Hinterleib. Während dieser Zeit benötigt es einen störungsarmen, gut geschützten Rückzugsort. Aus den Eiern schlüpfen vollständig entwickelte Jungkrebse, die zunächst noch unter dem Hinterleib der Mutter bleiben und sich später selbstständig im Aquarium verteilen.
Für die Aufzucht sind zahlreiche kleine Verstecke, Laub und eine gute Wasserhygiene wichtig. Jungkrebse können sich gegenseitig erbeuten, insbesondere bei Platz- oder Futtermangel. Eine starke Strukturierung und regelmäßige, abwechslungsreiche Fütterung reduzieren dieses Risiko, verhindern es aber nicht vollständig.
Hinweise
Wie alle Flusskrebse reagiert auch Cherax peknyi empfindlich auf Kupfer und kupferhaltige Medikamente. Vor jeder Behandlung des Aquariums müssen die Inhaltsstoffe geprüft werden. Die Tiere dürfen niemals in natürliche Gewässer ausgesetzt werden. Neben den ökologischen Folgen besteht die Gefahr, Krankheitserreger zu verschleppen.
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