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Weißbandputzergarnele - lat. Lysmata amboinensis

Weißbandputzergarnele - lat. Lysmata amboinensis

Geschätze Lesezeit: 8 Minuten
Xenia
19.09.2025

Becken ab 80cm
Omnivor
 Paarweise /gesellig

 Größe ~7cm
 Indischer Ozean
Alter 2 bis 4 Jahre

Die Lysmata amboinensis in der Natur

Die Weißband-Putzergarnele (Lysmata amboinensis) ist eine auffällig gefärbte Krebstierart, die in den tropischen Korallenriffen des Indopazifiks verbreitet ist. Hier ist sie von Ostafrika und dem Roten Meer bis nach Polynesien und Hawaii zu finden. Sie fällt sofort durch ihren schlanken, rötlich-orangefarbenen Körper mit dem breiten weißen Längsstreifen auf, der sich vom Kopf bis zum Schwanz zieht. Diese auffällige Zeichnung dient als Signal für Fische: Sie zeigt an, dass hier eine „Putzstation“ zu finden ist.

Meist tritt Lysmata amboinensis paarweise oder in kleinen Gruppen auf, wobei mehrere Tiere gemeinsam eine feste Putzstation betreiben. Sie erreichen eine Länge von rund sechs bis sieben Zentimetern und gehören damit zu den größeren Garnelen in Riffhabitaten. Trotz ihrer geringen Größe haben sie eine bemerkenswerte ökologische Bedeutung, da sie zur Gesundheit vieler Rifffische beitragen.

Wasserwerte in der Heimat der Lysmata amboinensis

pH -Wert

 8,0-8,4

Dichte

 1,022-1,026 

Temperatur

 24°-28°

Nitrit

 0 ( im Meer nicht nachweisbar) 

 Nitrat

 <1-2 mg/l


 

Die natürliche Lebensweise der Lysmata amboinensis

Die Garnele lebt bevorzugt in Felsspalten, unter Korallenüberhängen oder in geschützten Riffstrukturen. Dort bietet sie Fischen einen besonderen Service: Sie entfernt abgestorbene Haut, Schleimreste und Parasiten von ihrer Oberfläche von Fischen, Korallen und Steinen. Manche Fische lassen sich sogar im Maul oder an den Kiemen reinigen, ohne die Garnele zu fressen. Dieses Verhalten ist ein klassisches Beispiel für Symbiose, bei der beide Partner profitieren, die Fische werden von störenden Parasiten befreit, und die Garnele erhält Nahrung.

Ernährung der Lysmata amboinensis in der Natur

Die Weißband-Putzergarnele (Lysmata amboinensis) ernährt sich omnivor. Ihren Ruf verdankt sie dem „Putzen“ von Fischen, bei dem sie Parasiten, Hautreste und abgestoßenen Schleim von deren Körperoberfläche entfernt. Aber sie frisst auch Detritus, Aasreste und kleine wirbellose Tiere, sodass sie eine wichtige Rolle als Resteverwerter im Riff einnimmt.

Geschlechterunterscheidung und Brutverhalten

Bei Lysmata amboinensis ist eine Geschlechterunterscheidung von außen nicht möglich. Die Tiere sind "Protandric Hermaphroditen". Das bedeutet, sie beginnen ihr Leben als Männchen und entwickeln sich später zu Zwittertieren, die männliche als auch weibliche Geschlechtsfunktionen übernehmen. Dadurch kann jedes ausgewachsene Tier sowohl befruchten als auch Eier austragen. Typische äußere Unterschiede wie Größe, Färbung oder Fühlerlänge zwischen den Geschlechtern gibt es nicht.


Die Weißbandputzergarnele im Aquarium

Die Weißband-Putzergarnele (Lysmata amboinensis) gilt als robust. Sie benötigt ein gut eingefahrenes Meerwasseraquarium ab etwa 80 Litern mit stabilen Wasserwerten, Versteckmöglichkeiten und ruhigen Zonen. Am wohlsten fühlt sie sich paarweise. Die Haltung in kleinen Gruppen, wo sie oft eine feste „Putzstation“ einrichten, funktioniert nur in sehr großen Aquarien. Sie nimmt Frost- und Flockenfutter ebenso an wie kleine Futterreste und zeigt dabei ihr typisches Putzverhalten. Wichtig sind eine gute Wasserqualität und regelmäßige Häutungsmöglichkeiten, da sie empfindlich auf Schwankungen bei Nitrit und Nitrat reagiert.

Wasserwerttoleranzen im Aquarium

pH -Wert

8,1-8,4

Dichte

 1,022-1,026

Temperatur

24° - 28°

 Nitrit

 0

Nitrat

 <20mg/l optimal: <10mg/l




Haltung von Weißbandputzergarnelen im Aquarium

Die Weißband-Putzergarnele (Lysmata amboinensis) gilt als robust, reagiert aber empfindlich auf bestimmte Wasserwerte. Sie benötigt ein gut eingefahrenes Meerwasseraquarium ab etwa 80 Litern mit stabilen Wasserwerten, Versteckmöglichkeiten und ruhigen Zonen. Am wohlsten fühlt sie sich paarweise. Die Haltung in kleinen Gruppen, wo sie oft eine feste „Putzstation“ einrichten, funktioniert nur in sehr großen Aquarien. 
Wichtig sind eine gute Wasserqualität und regelmäßige Häutungsmöglichkeiten, da sie empfindlich auf Schwankungen bei Nitrit und Nitrat reagiert.
Auf Dichtungsschwankungen sollte ebenfalls verzichtet werden, da die Tiere darauf sensibel reagieren können. Deshalb sollten die Wasserwerte regelmäßig kontrolliert werden, um zu starke Änderungen zu vermeiden und rechtzeitig eingreifen zu können. Deshalb ist auch ein langsames Eingewöhnen um so wichtiger.

Ernährung der Weißbandputzergarnelen im Aquarium

Weißband-Putzergarnelen ernähren sich überwiegend von Hautparasiten der Fische und von Detritus. Auch Futterreste, die beim Füttern der Fische zu Boden sinken, werden gern aufgenommen. In gut besetzten Becken ist daher eine zusätzliche Fütterung meist nicht notwendig. Werden die Garnelen jedoch ohne passende Fischgesellschaft gehalten, sollten sie regelmäßig zugefüttert werden.

Vergesellschaftung mit der Weißbandputzergarnele

Die Weißband-Putzergarnele (Lysmata amboinensis) ist ein friedlicher Aquarienbewohner und lässt sich gut mit den meisten Fischen und Wirbellosen vergesellschaften. Sie richtet keine Schäden an Korallen oder anderen Tieren an und zeigt ihr typisches Putzverhalten auch im Aquarium. Am besten wird sie paarweise gehalten. In größeren Becken sind auch kleine Gruppen möglich, solange ausreichend Platz und Verstecke vorhanden sind. Aggressionen treten höchstens zwischen Artgenossen auf, wenn das Becken zu klein ist. 

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