Zuchtbericht Querstreifenbärbling - Danio erythromicron
Querstreifen oder Querbandbärblinge gehören der gleichen Gattung wie die Perlhuhnbärblinge an, sind jedoch statt goldgefleckt, quer gestreift. Im Verhalten sind sie deutlich ruhigere Bärblinge, die gern auch mal etwas schüchtern und schreckhaft sind. Bei dieser Art haben sich Beifische positiv ausgewirkt in der Haltung, damit sie sich aktiver im Becken mit zeigen.
Die Zucht von Querbandbärblingen - Danio erythromicron
Der Querstreifenbärbling, auch Querbandbärbling genannt, wird eigentlich sehr ähnlich wie der bereits bekannte Perlhuhnbärbling gezüchtet. Sie gehören auch derselben Gattung an. Diesen Bärbling gibt es bereits recht lange in der Aquaristik, jedoch ist er durch sein eher schüchternes Verhalten nicht so beliebt geworden und wird meist von Aquarianern gehalten, die nicht den klassischen Perlhuhnbärbling wollen. Mit den richtigen Beifischen und der passenden Einrichtung wird aber auch er ein sehr zeigefreudiger und weniger schreckhafter Bärbling.
Der Danio erythromicron ist als Anfängerfisch in der Haltung und Zucht geeignet da die Zucht mit wenigen Bedingungen sehr leicht ist und die Laichvorgämnge auch sehr ergiebig. Das widerspricht eigentlich dem, das er selten im Handel zu finden ist, da meist Tiere die in größeren Mengen einfach zu züchten sind, oft zu finden sind. Aber hier ist sein schüchternes Verhalten bei nicht optimaler Haltung ausschlaggebend. In Zooläden sieht man sie im Verkaufsbecken deshalb oft nur versteckt.
Die Zuchtbedingungen für den Querstreifenbärbling
Wichtig sind auch bei diesem Zierfisch die passenden Wasserbedingungen und das Futter um einen guten Laichansatz zu schaffen. Wenn diese Bedingungen nicht passen, laichen die Fische entweder gar nicht ab oder nur in geringer Anzahl.
Wasserwerte für die Zucht
No3 >5mg / Liter
Gh 6
Kh 1
pH 6,5
Temperatur 23-25°
Querstreifenbärblinge im Zuchtbecken oder Haltungsbecken
Das Zuchtbecken für Danio erythromicron
Als Zuchtbecken für den max. 5‑Tages-Ansatz reicht ein 30cm x 20cm x 20cm Becken aus, ihr könnt aber auch eine einfache Plastebox nutzen. Dort könnt ihr etwas Bodengrund in eine Hälfte tun und auf die andere Hälfte macht ihr Micromec als Schutzsubstrat. Auf den Sand, der wirklich nur 0,5cm hoch sein muss, könnt ihr ein paar Steine quer legen und diese als Unterstand anbieten. Auch eine halbe Kokosnuss o. Ä. ist möglich, nur auf Pflanzen solltet ihr weitestgehend verzichten oder zu Anubias greifen
Vorn über dem Micromec legt ihr eine dünne Schicht Moos darüber und befestigt es, dass es nicht wegtreibt. Ein kleiner Lufthebefilter ist von Vorteil im Becken, muss aber nicht zwingend sein. Füttert die Tiere vor dem Ansatz sehr intensiv mit Lebendfutter. Dann lasst ihr die Tiere 5 Tage, aber maximal so lange, bis ihr die erste Larve an der Scheibe, im Becken seht.
Als Gruppe für ein solches Becken empfiehlt es sich auch hier wieder, 2 Männchen und 5 Weibchen zu nehmen. Nach dem Larven sichten die Zuchttiere wieder umsetzen ins Haltungsbecken und die Larven schlüpfen lassen sowie mit der Aufzucht starten. Regelmäßig jagen die Bärblinge ihrem Nachwuchs nicht hinterher. Laichräuber sind sie gelegentlich, aber nicht aktiv. Die Eier der Querbandbärblinge sind im Vergleich zu ihrem Körper sehr groß. Man kann sie ohne Probleme mit dem Auge sehen. Auch die Larven sind bereits sehr groß. Macht nun mit der gezielten Aufzucht weiter. Wenn alle Larven freischwimmen, könnt ihr diese umsetzen und die Zuchttiere wieder neu ansetzen.
Zucht im Haltungsbecken
Da der Querstreifenbärbling ein Dauerlaicher ist, kann man sie auch im Haltungsbecken versuchen, gezielt ablaichen zu lassen. Das ist aufgrund Ihrer Schüchternheit jedoch gar nicht ganz so leicht, wenn andere Pflanzen drin sind. Dafür ist es wichtig, dass natürlich die Wasserparameter stimmen und nicht zu viele Fressfeinde für die Eier vorhanden sind. Wenn euer Becken zu dicht bepflanzt ist, haben die Bärblinge zu viele Möglichkeiten, woanders abzulaichen, und ihr werdet in eurer Box keinen großen Erfolg haben.
Durch die Schüchternheit sollte die Dose nicht ganz so frei stehen, um den Erfolg zu vergrößern . Dadurch sind in Haltungsbecken die Ausbeuten oft gering. Unsere beste Erfahrung ist wie immer mit dem Micromec. Ihr könnt aber auch ein Laichgitter nehmen.
Nehmt eine kleine Box oder Dose. Wir haben dafür gern so kleine eckige Dosen mit ca. 10 cm × 10 cm × 5 cm genutzt. Eine Schicht Micromec und dann etwas Moos, auseinandergerupft, oben drüberlegen. So das Ganze für 48h im Becken lassen.
Auch die Querbandbärblinge laichen kurz nach dem Lichteinschalten, so dass man mittags die Box wieder entnehmen kann und die Eier absammelt oder die Larven in der Box schlüpfen lässt und dann umsetzt.
Die Aufzucht von Querbandbärblingen
Die Aufzucht stellt sich als recht einfach dar, da auch hier die Larven eine gute Größe haben, wenn sie freischwimmen. Es sind genauso graue Striche, die sich vor allem im oberen Bereich aufhalten.
Nach dem Schlupf dauert es ca. 48- 72h bis der Dottersack aufgebraucht ist und das Freischwimmen beginnt. Ab dort könnt ihr ganz entspannt mit Mikrowürmern und Artemianauplien füttern. Infusorien brauchen sie nicht zwingend, werden aber als Futter dennoch gern genommen.
Lebendfutteransätze für die Aufzucht könnt ihr bei uns erwerben:
Füttert die Larven 2-4× am Tag mit einer kleinen Menge verschiedensten Aufzuchtfutters und macht danach einen Wasserwechsel. Ihr könnt auch einen leicht eingestellten Luftheber ins Becken setzen und eine Portion Hornkraut oder Wasserpest dazugeben.
Achtet darauf, dass der Nitratwert 8mg/ Liter nicht überschreitet, sonst macht einen Wasserwechsel. Zu hohe Nitratwerte können die Aufzucht verlangsamen oder gar zum Tod führen. Im Vergleich zu ihren Kollegen, den Perlhuhnbärblingen, wachsen die Querstreifenbärblinge eher langsam, sodass sie auch bei guter Aufzucht erst nach 3-6 Monaten ausziehen können und eine Größe von ca. 1,8cm haben.
Warum die Larven langsamer wuchsen, konnten wir noch nicht herausfinden. Ihr könnt Larven aus verschiedenen Ansätzen zusammensetzen, müsst aber darauf achten, dass die größten die kleinen nicht fressen können. Sie jagen nicht gezielt oder mit Absicht. Kann jedoch passieren, dass sonst mal der Bruder zum Frühstück wird.














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